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Indizien, Emotionen, hohe Politik...
Ist Claudia Pechstein eine Blutdoperin? Mit Bestimmtheit lässt sich die Frage nicht beantworten. Wer versucht, die Angaben des Eislauf-Weltverbandes (ISU), die Darstellungen Pechsteins, ihrer Anwälte und deutscher Sportfunktionäre zu werten und dabei Erfahrungen aus zwei Jahrzehnten Dopingbekämpfung einbezieht, kann sagen: Es spricht vieles dafür, dass Blutdoping betrieben wurde. Pechsteins„ verblüffende sportliche Entwicklung im vergangenen Winter, der überraschende Leistungssprung im hohen Alter von 37 Jahren, korrespondiert mit den Indizien.
Die ISU hat den Fall mehr als vier Monate intern behandelt. Pechstein und die Deutsche Eisschnelllauf-Gemeinschaft (DESG) brachten ihre Argumente vor, Sachverständige wurden hinzu gezogen, Ende Juni fand in Bern eine zweitägige Anhörung statt - ein vergleichsweise vorbildlicher Prozess. Das Analyseergebnis wurde nicht vorab öffentlich, was im Interesse der Beschuldigten ist. Pechstein spricht allerdings von einer „öffentlichen Hinrichtung“ und bleibt Beweise für ihre These schuldig.
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... das Ganze artet ja zur Schmierenkomödie aus...unglaublich!
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Im Hochleistungssport gibt es keine Wunder. Blutdoping, ob mit Eigenblut oder Hormonen der Epo-Familie, steigert die Leistung exorbitant. Dass eine genetische Anomalie - die gemäß Gutachtern nur in acht von 10 000 Fällen auftritt - die auffälligen Blutwerte Pechsteins erklären könnte, ist unwahrscheinlich. Eine Anomalie hätte früher auffallen müssen, nicht erst am Ende einer Karriere, die von fünf Olympiasiegen gekrönt wurde. ....
http://www.ksta.de/html/artikel/1246692987596.shtml